Vierwaldstättersee

Ein See mit vielen Gesichtern


Vitznauerbecken

Die ständig wechselnde Landschaft des Vierwaldstättersees fasziniert immer wieder von neuem. Der rund 12 km lange Urnersee mit seinen steilen Felswänden lockt zum Segeln und Surfen gleichermassen mit seinen zuverlässigen Thermikwinden. Zwischen Rigimassiv und Nidwalden schliesst sich das 15 km lange Becken des Gersauer Sees an. Durch die nur 825 Meter breite Stelle gelangt der Seefahrer in den Weggiser See. Der Kreuztrichter gibt den Weg zu drei weiteren Armen des Sees frei: Im Nordosten der Küssnachter See, im Südwesten der Hergiswiler See mit der schmalen Durchfahrt zum Alpnachersee und im Nordwesten der Luzerner See. Segeln Sie mit und erleben Sie diese Vielfalt aus einer speziellen Optik heraus.


Steckbrief

Fläche 113.6 km2
Länge zwischen Ein- und Ausfluss (Flüelen und Luzern) 38 km
Länge Küstenlinie 145 km
Höhe über Meer 134 Meter
Maximale Tiefe 214 Meter
Volumen See 11'800 Mio. m3
   
   

Panorama von der Klewenalp

 


Faszination Vierwaldstättersee


Bei Stansstad

Seit Jahrhunderten ist die Faszination Vierwaldstättersee ungebrochen. Hier konzentrieren sich Geschichte, Legenden und Sagen und andererseits historische Stätten, touristische Orte, grüne Weiden, enge Täler, liebliche Hügel, imposante Berge, berückende Fernsicht. Während Jahrhunderten war der "Magnus Lacus" (lateinisch für Grosser See) der einzige Zugang zum Alpenübergang des Gotthardpasses und damit die kürzeste Verkehrslinie zwischen nördlichem und südlichem Europa. Boote beförderten die Waren über den See nach Flüelen.


Der Urnersee


Der Urnersee

Der Urnersee (zwischen Brunnen und Flüelen) zählt wohl zu den Schweizer Seen mit den meisten Windtagen: Das ideale Revier zum Segeln. Die Chance, hier bei jedem Wetter auf Wind zu stossen ist relativ gross. So kann an sonnigen Tagen insbesondere im Frühling und Sommer auf thermische Winde gezählt werden. Diese entstehen durch die stark aufgeheizten Felsen am Ufer des Sees. Meist setzen diese Winde aus Norden gegen Mittag ein und erreichen im Normalfall Windstärken zwischen 2 und 4 Beaufort, maximal 5. Im Vorfeld einer Kaltfront, die sich aus Westen den Alpen nähert, wird milde aber feuchte Luft aus dem Mittelmeer zu den Alpen geführt. Dann entsteht ein warmer und trockener Fallwind aus Süden, der Föhn. Von den Einheimischen wird er als "ältester Urner" bezeichnet. Die Windstärke schwankt zwischen 6 und 9 Beaufort. Meist wird der Föhn durch eine mehrstündige Föhnbise (bis 5 Beaufort) aus Nord angekündigt. Möchten Sie einen Liveblick über den Urnersee vom Urmiberg aus?


Luzerner Seebecken


Luzern

Segeln inmitten einer Schweizer Stadt. An heissen Sommertagen entwickelt sich in der Regel ein leichter thermischer Wind, der gerade in richtiger Stärke weht, um die ganze Faszination dieser Stadt vom Ufer aus bewundern zu können. Segeln Sie entlang dieser herrlichen Uferpromenade. Zu beachten ist aber der rege Schiffbetrieb in diesem doch relativ engen Teil des Sees. Der Fahrplan der Schifffahrtsgesellschaft für den Vierwaldstättersee, das grösste Schifffahrtsunternehmen der Schweiz, ist kurz getacktet. Rücksicht ist auch geboten, wenn dazu noch die vielen Touristen auf Pedalos sich nicht um Seerecht kümmern. Einen Schlag ist's allemal wert und vielleicht erhascht der geübte Segler sogar einen Blick auf die Kapellbrücke, die älteste und mit 204 m vermutlich längste überdachte Holzbrücke Europas. Sie wurde um 1365 als Wehrgang erbaut.



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